Wanderungen rund um Mitterbach

Von Mitterbach nach Mariazell     Entlang des Stausees     Gemeindealpe           Erlebnis Ötschergräben     Über den Ötscher     Sagenwanderwege

Von Mitterbach nach Mariazell

über die Via Sacra

Von Mitterbach aus kann man über die Sebastianikapelle und den Sebastiani Rosenkranzweg direkt nach Mariazell gelangen. (Dies ist auch die letzte Wegstrecke der Via Sacra). Vom Ortszentrum Mitterbach geht es entlang der B20 (Gehsteig bis Ortsende, dann kurzes Stück neben der Straße) in Richtung Mariazell. Auf der linken Straßenseite geht es dann zur Sebastianikapelle (Abzweigung Kirchenweg). Nun spazieren Sie meist durch den Wald und im ersten Abschnitt entlang von Wiesen, immer mit der Aussicht auf die schöne Bergwelt, in Richtung Mariazell. Sie kommen nun an der Mariazeller Bürgeralpe vorbei, wo Sie nachdem eine Schipiste überquert wurde, nach einigen Minuten zum Buschniggweg gelangen. Von hier aus haben Sie bereits die ersten Blicke auf Mariazell werfen können. Immer gerade aus, über die Schießstattgasse gelangen Sie nun ins Ortszentrum von Mariazell.

Gehzeit: 1,5 - 2 Stunden

über den Erlaufsee

von Mitterbach aus ein kurzes Stück entlang der Bundesstraße und dann kurz nach der Ortstafel rechts auf den Wanderweg zum Erlaufsee abbiegen. Durch den Wald wieder ein Stück auf einer Straße und über die Brücke,die Erlauf überquerend, wieder auf einem schönen Waldweg bis zum Erlaufsee. Kurz vor dem See haben Sie die Möglichkeit entweder links direkt nach Mariazell zu wandern oder rechts einen Abstecher zum Erlaufsee zu machen und dann nach einer verdienten Pause den Wanderweg zurück nach Mariazell zu gehen.

Gehzeit: ca. 1 -1,5 Stunden



 

Entlang des Stausees

Hier gibt es kleine Spaziergänge und auch einfache Wanderungen zwischen 30 Minuten und 2 Stunden zu erkunden. Entlang der Hagenstraße am Stausee wurden bei besonders für unsere Region typischen Bäumen und Sträuchern Tafeln mit deren Namen aufgestellt. Bei einem gemütlichen Wanderweg erfahren Sie so viel Wissenswertes über heimische Gewächse.

Vom Themenwanderweg zweigt auch der neu geschaffenen „Wasserweg“ ab. Mit seinen Brunnen und Biotopen ist er besonders für Familien eine Attraktion für sich.

 

Fischereibegeisterte werden an den Informationen über das Fischvorkommen in den Gewässern von Mitterbach ihre Freude haben.

und hier gibts wieder tolle Fotos von der Wanderung - wie immer von Fred Lindmoser (www.mariazellerland-blog.at)

 



 

Gemeindealpe

Der Hausberg von Mitterbach bietet zahlreiche Wandermöglichkeiten...

Vom Zellerrain auf die Gemeindealpe

Von der Passhöhe am Zellerrain gelangen Sie über eine Forststraße bis zum Höchbauer. Von dort aus geht es rechts durch den Wald hinauf zum Brunnstein und weiter zur Almhütte am Eisernen Herrgott (in der Brach). Von hier aus geht es nun entlang eines Steiges in Kehren zum Gipfel der Gemeindealpe. Genießen Sie das herrliche Panorama, das Ihnen die gesamte Schönheit des Mariazeller Landes zeigen kann. Absteigen können Sie entweder nach Mitterbach welches Ihnen von hier oben förmlich zu Füßen liegt, natürlich können Sie auch retour über den Brunnstein und danach links über den Erlaufursprung zum Erlaufsee absteigen.

Gehzeiten:

  • Zellerrain - Gemeindealpe: 2 Stunden
  • Gemeindealpe - Mitterbach: 2 Stunden
  • Gemeindealpe - Erlaufsee über Erlaufursprung: 2,5 Stunden

Wegnummern: 206A, 622

Einkehrmöglichkeiten:

 

Anstatt zu Fuß, können Sie auch mit dem Sessellift (Tel.: 03882/41720) zum Gipfel auffahren und die herrliche Aussicht genießen! Bergab geht es nicht nur zu Fuß oder mit dem Sessellift - von der Mittelstation kann man auch auf Monsterrollern oder mit den Mountaincarts 4,6 km ins Tal fahren.

 

Hier finden Sie einen Blogbericht von Fred Lindmoser über die Wanderung von der Gemeindealpe zum Zellerrain.

Nähere Informationen, sowie Preise und Öffnungszeiten finden Sie unter: www.gemeindealpe.at



 

Erlebnis Ötschergräben

Ausgangspunkt: Bahnhof Wienerbruck - Anreise mit der Mariazellerbahn

Streckenverlauf: Wienerbruck - ein kurzes Stück den Stausee entlang - links in die Schlucht abzweigen - über Stege und Steige, am Lassingfall vorbei, hinab zum Kraftwerk in Stierwaschboden - links abzweigen und zuerst Erlauf und dann den Ötscherbach folgend durch eine zauberhafte Landschaft mit zahlreichen Tümpeln, Kaskaden und Felsgebilden bis zur Jausenstation Ötscherhias.

Rückwege:

  • Variante A: durch den Wald hinauf und weiter auf einer Forststraße, vorbei am Hagengut, zur Bahnstation Erlaufklause
  • Variante B: durch den Wald hinauf und auf der Forststraße bis zum Hagengut - rechts abzweigen und am südlichen Ufer des Stausees Erlaufklause auf einer schattingen Waldpromenade nach Mitterbach
  • Variante C: Ab Ötscherhias weiter auf Weg 622 durch die fast noch großartigeren hinteren Ötschergräben am Mirafall vorbei bis zum Schleierfall - kurzes Stück retour und den Greimelsteig rechts hinauf zum Schutzhaus Vorderötscher - auf der Ötscherstraße links zum Anschlusspunkt beim Hagengut - weiter zur Haltestelle Erlaufklause oder entlang des Stausees nach Mitterbach

Gehzeiten:

  • Wienerbruck - Ötscherhias: 2 Stunden
  • Ötscherhias - Erlaufklause: 1 Stunde
  • Ötscherhias - Mitterbach: 2 Stunden
  • Ötscherhias - Erlaufklause über Vorderötscher: 3,5 Stunden

Wegnummern: 622, 277, 206B

Einkehrmöglichkeiten:

Genaue Fahrplanzeiten der Mariazellerbahn finden Sie unter www.noevog.at oder unter der Service - Nummer 02742/360990-99

Hier eine Blogbericht (Mariazellerland Blog von Fred Lindmoser) über die Ötschergräben!

 



 

Über den Ötscher

Der Ötscher ist ein 1893 Meter hoher, weithin beherrschender Berg im südwestlichen Niederösterreich. Sein Name bedeutet so viel wie "väterlich". Der Ötscher hat dem ihn umschließenden Naturpark Ötscher-Tormäuer den Namen gegeben.

Von Lackenhof aus gelangen Sie über Forststraßen zum Riffelboden, weiter auf Steigen bis zum Riffelsattel. Hier biegen Sie links zum Ötscher Schutzhaus ab. Von hier aus können Sie weiter zum großen Ötscher aufsteigen. Absteigen können Sie wiederum bis zum Riffelsattel, von dort aus entweder auf dem gleichen Weg zurück nach Lackenhof, oder vom Riffelsattel über den Weg 206A entlang eines Steiges und teilweise einer Almstraße zur Feldwiesalm (Sennhütte). Von hier aus gelangen Sie über den Brunnstein und den Höchbauer zum Zellerrain (Passhöhe).

Eine weitere Möglichkeit des Aufstiegs bietet der Rauhe Kamm. Er ist nur für gut geübte Berggeher geeignet und setzt Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und gutes Schuhwerk voraus.

Ausgangspunkt ist hier wiederum Lackenhof. Vom Ranecksattel die obere Forststraße, am Nordabhang des Ötscher entlang, ostwärts zum Sattel der Bärenlacken. Von hier aus geht es rechts auf einem Steig im Wald nach Süden aufwärts, dann einen sehr steilen Hang in vielen Kehren empor zu einer Schulter am Ötscher-Nordostrücken und nach rechts hoch zum Beginn des Rauhen Kammes (hier können Sie auch links in einer Viertelstunde zu den Ötscherhöhlen gelangen).

In der Nordseite des getürmten Felsgrates auf Bändern nach rechts, dann über Steilschutt empor zur Kammhöhe. Links von ihr über Felsleisten zu einer Schulter und über den flachen Grat unter den letzten Aufschwung. In seiner linken Flanke auf Grasbändern und über eine gut gegliederte Wand steil und ausgesetzt hoch zum Steigbuch und weiter auf einen Vorgipfel. Jetzt befinden Sie sich bereits auf 1860 Metern. Über Wiesen geht es nun zum letzten Aufstieg hinauf zum Ötschergipfel auf 1893 Metern.

Gehzeiten:

  • Lackenhof - Riffelsattel: 2 Stunden
  • Riffelsattel - Gr. Ötscher: 1 Stunde
  • Riffelsattel - Zellerrain: 3 Stunden
  • Rankensattel - Rauher Kamm - Ötscher: 4 - 4,5 Stunden

Wegnummern: 605, 206 A

Einkehrmöglichkeiten:

  • Ötscherschutzhaus (Tel.: 07480/5249 oder 0664/3011735)
  • Hütte Feldwiesalm ( Tel.: 0680/1349417 oder 07486/8597)
  • Gasthaus Zellerrain (Tel.: 07480/5702)

 

Hier finden Sie einen Blogbericht (Mariazellerland Blog von Fred Lindmoser) über die Wanderung auf den Ötscher über den Rauhen Kamm!



 

Sagenwanderwege

Erlaufsee – Erlaufursprung – Marmorsteinbruch – Gemeindealpe – Mitterbach

Bergwanderung, bei der ein Höhenunterschied von ca. 800 m ( Gemeindealpe 1623m) zu überwinden ist.

Gesamtgehzeit ca. 4,5 bis 5 Stunden.

Das Grab im Erlaufsee (1)

Ganz in der Nähe hatte früher ein reicher Müller sein Anwesen. Eines Tages führte er ein wunderschönes Mädchen als seine Braut nach Hause. Die junge Müllerin war fleißig und arbeitssam, jedoch in den Vollmondnächten lief sie mit wallenden Haaren zum See hinab und tanzte zum Flötenspiel eines Fremden. Da packte einmal den Müller die rasende Eifersucht. In seiner Wut zerrte er die Unglückliche an den Haaren zum Wasser hin und stieß sie in die Fluten. Als die schöne Müllerin in den eisigen Fluten ihr Grab gefunden hatte. verfärbte sich die eine Seite des Erlaufsees silberhell. Bald sah auch der jähzornige Müller seine unselige Tat ein und in tiefer Verzweiflung beschloß auch er, sein Leben in den kalten Fluten des Bergsees zu beenden. Dort wurde das Wasser tiefschwarz, wie die ganze andere Hälfte des Sees.

Als aufmerksamer Wanderer kann man beobachten, wie oft sonderbare Muster die Oberfläche dieses Sees zieren. Meistens erscheint eine Hälfte silberhell, die andere aber tiefschwarz.

Der Erlaufursprung (2)

Eine aus karsthydrografischer Hinsicht sehr interessante Erscheinung. Meist nur als trockenes Bachbett anzutreffen, wo an einer Verwerfung der Eingang zu einer Höhle wegführt. In Trockenzeiten konnten ca. 30 Meter dieser schachtartigen Hohlräume befahren werden. Den Abschluß bildet der Wasserspiegel eines Siphons, etwa 25 Meter unter dem Einstieg.

Bei starken Regenfällen und während der Schneeschmelze füllen sich die Hohlräume in kurzer Zeit. Dann funktioniert die Höhle als „Wasserspeier“, indem eine mächtige „Überfallquelle“ hervortritt.

Marmorsteinbruch (3)

Einstige Abbaustelle des Brunnsteiner Marmors. Ende des 17. Jahrhunderts wurden oft riesige Blöcke dieses meist rotgeaderten Gesteins mit Ochsenschlitten nach Mariazell gebracht. Sie dienten als wesentliche Bausteine des barockisierten Innenraums der Basilika.

Brunnsteiner Marmor wird auch als Hierlatzkalk bezeichnet. Die weiße oder rötliche Färbung des Gesteins gibt auf geschliffener Fläche ein eigenes Gepräge und hat sich aus den Stielgliedern von Seelilien gebildet (Trochitenkalk) Die Entstehung wird dem Unterlias zugeordnet.

Die Muhmenalpe (4)

Neben dem alten Wetterkünder und Hexenberg Ötscher ist auch die Gemeindealpe ein historischer Grenzpunkt und wurde schon im 13. Jahrhundert als „mons mumenalbe“, also Berg der Muhmen bezeichnet. Demnach war nach uralten Vorstellungen dieser Gipfel von allerlei Nebelgestalten umgeben. Vielleicht waren damit die verführerischen Wildfräulein oder auch Wassernixen, welche den nahen Erlaufsee entstiegen, gemeint. Seit altersher brannten hier heroben prächtige Sonnwendfeuer, gleichsam als Absage an alle finsteren Mächte. Erst viel später errichtete man auf der Gemeindealpe, wie der beliebte Hausberg der Mitterbacher heute heißt, ein schlichtes Holzkreuz. Am Querbalken fand man einst die Inschrift:  „Im Kreuz ist Heil“ 

 

Mitterbacher Sagenwanderweg

Mitterbach Schwurwiesenweg -  Göschlhof - Kapeller - Mühlgraben - Hagenstraße (Naturlehrpfad) – Spielmäuer – G’spenst – Kapschgasse – Seestraße Mitterbach

Gemütliche Rundwanderung

Gehzeit ca. 2, 5 – 3  Stunden

  

Der  Schwurwiesenweg (1)

Das Kapellergut (2)

Dieses einstige Bauernhaus wurde bereits im Jahre 1390 als Lehenshof des Stiftes St. Lambrecht urkundlich genannt. Die Gegend bezeichnete man bis in 17. Jahrhundert als Tremeltal, später wurde daraus St. Sebastian.

Im Jahre 1751 errichtete Kaiserin Maria Theresia einen ständigen Postkutschenkurs nach Mariazell, welcher hier vorbeiführte. Der Mitterbacher Talboden war damals noch überwiegend mit sumpfigen Torfböden überzogen und auf den Anhöhen ringsum gab es nur wenige Bauerngehöfte. Vom Kapellergut ist überliefert, dass hier eine Raststation mit Einkehrmöglichkeit bestanden hat.

Um 1900 kam dieser Besitz an den Industriellen Arthur Krupp und war ein Teil seines Jagdreviers Walstern. Heute sind die Österreichischen Bundesforste Eigentümer und das Bauernhaus wurde in den Sechzigerjahren abgebrochen.

Die Teufelsmühle (3)

An dieser Stelle stand bis in Großväters Tagen die uralte Teufelsmühle. Wir wissen nicht, ob hier mancher Wanderer oder Wallfahrer um Geld oder Leben gebracht wurde, nachweisbar ist jedoch, dass die früheren Stiftsnachbarn St. Lambrecht und Lilienfeld über Jahrhunderte hinweg um diese „Zankecke“ hart gefeilscht haben. Am nahen Friedenstein wird wohl, wie schon der Name besagt, dieser Streit beigelegt worden sein. Dass hier uraltes Grenzgebiet vor uns liegt beweist auch der Name Markstein am Übergang in die Walster.

Längst führt auch der Mariazeller Wallfahrerweg nicht mehr an der Teufelsmühle vorbei. Geblieben sind ein paar Reste vom alten Fluter und das monotone Plätschern des Mühlbachgrabens.

Die Sage von der Spielmauer (4)

Es war gerade Weihnachtszeit, doch auf den Fluren lag kein Schnee und die Sonne schien warm vom Himmel. Drei junge Burschen wanderten vergnügt in Richtung Mitterbach, um letzte Einkäufe zu besorgen. An diese Stelle hielten sie Rast und begannen mit dem Kartenspielen. Stunde um Stunde verrann und sie vergaßen neben ihren Pflichten auch auf das Geburtsfest unseres Herrn. Erst als die Nacht hereingebrochen war, wollten sie sich auf den Heimweg machen. Doch ihre Glieder versagten ihnen den Dienst und die drei Burschen erstarrten langsam zu Gestein. Wind und Wetter hatten ihre Gestalten unkenntlich gemacht, doch mahnen uns die drei Felszacken, dass sündhafter Übermut ins Verderben führen kann.

 

 

 

Rosenkranzstation
Sebastianikirche
Erlaufstausee
Hirschfeldspitz
Blick auf die Gemeindealpe
Gemeindealpe
Terzerhaus
Steg durch die Gräben
Wasserfall
für alle Mutigen zur Abkühlung...
durch die Gräben
Kunst am Berg
Weg zum Ötscher
Gipfelkreuz am Ötscher
Aussicht auf den Rauhen Kamm
Sagentafel Grab am Erlaufsee
Erlaufursprung
Sagentafel Marmorsteinbruch